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FAQ
Welche Aufgaben haben Hormone im Körper?
Hormone sind Botenstoffe, die nahezu alle Körperfunktionen steuern, von Energie, Schlaf und Stimmung bis zu Stoffwechsel, Immunsystem und Sexualität.
Sie sorgen dafür, dass Organe, Gehirn und Zellen miteinander im Gleichgewicht arbeiten.
Bereits kleine Verschiebungen können sich deutlich auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit auswirken.
Wie merke ich, dass meine Hormone aus dem Gleichgewicht geraten sind?
Typische Anzeichen sind Erschöpfung, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme, Hitzewallungen, Libidoverlust oder Konzentrationsprobleme.
Bei Männern zeigt sich ein Hormonungleichgewicht oft durch sinkende Leistungsfähigkeit, Reizbarkeit oder Antriebslosigkeit, bei Frauen durch Zyklusveränderungen oder PMS-Beschwerden.
Welche hormonellen Veränderungen treten bei Männern auf und ab wann?
Auch Männer erleben eine Art „Wechseljahre“, meist ab dem 40. Lebensjahr.
Das freie Testosteron sinkt, während Östrogen relativ zunimmt.
Die Folge können Müdigkeit, Muskelabbau, Schlafprobleme, Gewichtszunahme oder Reizbarkeit sein.
Hinzu kommt, dass Stress und ein erhöhter Cortisolspiegel diesen Prozess zusätzlich beschleunigen können.
Was passiert bei Frauen in den Wechseljahren hormonell?
Während der Wechseljahre nimmt die Bildung von Progesteron und später auch Östrogen ab.
Dieses Ungleichgewicht kann zu Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafproblemen oder Gewichtszunahme führen.
Wie stark diese Phase empfunden wird, hängt auch davon ab, wie gut Nebennieren und Schilddrüse mitregulieren können, denn sie versuchen, den Hormonrückgang auszugleichen.
Wie hängen Schilddrüse, Nebennieren und Geschlechtshormone zusammen?
Diese drei Systeme bilden eine enge hormonelle Achse.
Stresshormone aus der Nebenniere beeinflussen die Umwandlung von Schilddrüsenhormonen.
Gleichzeitig wirkt die Schilddrüse auf den Energiestoffwechsel der Hormonorgane zurück.
Sind die Nebennieren erschöpft, kann das Progesteron absinken – was wiederum die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen kann.
Deshalb betrachten wir immer das gesamte System, nicht einzelne Werte.
Kann Stress meine Hormonbalance stören?
Ja. Dauerstress führt zu einer Überproduktion von Cortisol, das langfristig andere Hormone unterdrücken kann – etwa Testosteron, Östrogen oder Progesteron.
Dadurch geraten Schlaf, Energie und Stimmung aus dem Gleichgewicht.
Auch das Immunsystem reagiert empfindlicher, was Entzündungsprozesse fördern kann.
Mit der Zeit kann ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel dazu führen, dass sich Stoffwechselprozesse verlangsamen, Fett bevorzugt im Bauchbereich eingelagert wird und die Zellregeneration abnimmt.
Das erklärt, warum chronischer Stress nicht nur müde macht, sondern auch sichtbar älter wirken lässt und Gewichtszunahme begünstigen kann – selbst bei unveränderter Ernährung.
Welche Rolle spielen DHEA, Cortisol und Testosteron bei Erschöpfung oder Libidoverlust?
Diese Hormone stehen in enger Wechselwirkung:
Cortisol sorgt kurzfristig für Energie, kann aber bei Dauerstress erschöpfen.
DHEA wirkt ausgleichend und schützt vor Überlastung.
Testosteron unterstützt Kraft, Motivation und Libido – bei Männern wie Frauen.
Ein Ungleichgewicht dieser drei kann zu Energieverlust, Antriebsmangel oder Lustlosigkeit führen.
Wie kann man hormonelle Dysbalancen feststellen?
Neben klassischen Blutwerten nutzen wir Speicheltests und Cortisol-Tagesprofile, um das tatsächliche Hormonverhalten über den Tag zu erfassen.
So lassen sich Schwankungen erkennen, die im Blut oft verborgen bleiben.
Gemeinsam mit einem ausführlichen Anamnesebogen ergibt sich ein Bild, das zeigt, wo im Hormonsystem die Balance verloren ging.
Was bedeutet „Östrogendominanz“ und kann sie auch Männer betreffen?
Eine Östrogendominanz liegt vor, wenn das Verhältnis von Östrogen zu Progesteron (oder Testosteron) verschoben ist.
Bei Frauen äußert sich das z. B. durch Wassereinlagerungen, Brustspannen, Stimmungsschwankungen oder Gewichtszunahme.
Auch Männer können betroffen sein, etwa durch vermehrtes Bauchfett, Müdigkeit oder Antriebslosigkeit , wenn Testosteron abnimmt und Östrogen zunimmt.
Kann sich ein gestörtes Hormonsystem wieder regulieren?
Ja, oft kann sich das Hormonsystem deutlich stabilisieren, wenn die Ursachen erkannt und behandelt werden, etwa chronischer Stress, Nährstoffmangel oder Schlafdefizit.
Durch gezielte Diagnostik, Entlastung der Stressachse, Ernährung und Lebensstilveränderung lässt sich das Gleichgewicht häufig wiederherstellen oder deutlich verbessern.
Wichtig ist, den Körper nicht symptomatisch, sondern ursächlich zu betrachten.
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